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Gunther Schmidt spielte zwei enge Einzel

Beim SV Weilheim fehlten gleich die ersten vier der Mannschaftsaufstellung. Derendingen musste auch den verletzten Philip Nunner und den verhinderten Rudi Pflug ersetzen. Dafür kamen Gunther Schmidt und Papa Andreas Nunner zum Einsatz.

TVD erwischt schlechten Doppelstart

Hummel/Barunovic lieferten sich ein spannendes Duell gegen das ebenfalls nicht eingespielte Doppel Brunner/Weigelt. Beide Doppel versuchten durch Offensivtischtennis zum Erfolg zu kommen. Die Weilheimer erwischten den besseren Start und gewannen Satz eins knapp. Brunner/Weigelt fanden aber besser ins Spiel und bereiten den Weilheimern auch mit ihren Aufschlägen einiges Kopfzerbrechen. Die Sätze zwei und drei gingen an die Derendinger. Im vierten dann 6:3 für die Derendinger Routiniers, doch nun gab es einen nicht zu erklärenden Bruch im Derendinger Spiel. Der Vierte ging noch 11:7 an die Gastgeber und im fünften Satz wurden bei 5:0 die Seiten gewechselt. Erst jetzt fanden die Gäste wieder zu ihrem Spiel zurück, konnten aber das Spiel nicht mehr drehen. Kraemer/Römer fanden gegen Kawaguchi/Alisch nie recht ins Spiel. Nach vier Sätzen führen die Gastgeber 2:0. Die beiden Ersatzspieler Gunther Schmidt/Andreas Nunner trafen auf das Teeniedoppel Weber/Eggert. Nun waren es die Weilheimer, die nie zu ihrem Offensivspiel fanden und wenn, wurden sie von den Derendingern ausgeblockt. Die Derendinger holten den ersten Punkt in vier Sätzen.

Michael Römer begann gegen seinen Angstgegner Hummel recht gut. Micha hielt den Materialspieler auf der Rückhand und setzte mit Offensivbällen immer wieder Nadelstiche. Der Weilheimer Spitzenspieler gewann dennoch 11:8. Im zweiten Satz das gleiche Bild, das man von Micha in letzter Zeit häufig sah: zu passiv und wenig erfolgreiche Offensivaktionen, zudem schlug Hummels Vorhandpeitsche immer wieder zu. Erst gegen Ende des dritten Satzes wurde Micha wieder offensiver und erzwang die Verlängerung, doch auch diesen Satz sicherte sich der Weilheimer. Barunovic traf auf Achim Kraemer. Achim war insgesamt der sicherere und vielseitigere Spieler lediglich im dritten Satz musste er einen Rückstand aufholen holte aber verdient zum 2:3 aus Derendinger Sicht auf.

Das Spiel Kawaguchi gegen Brunner wurde vorgezogen und der Derendinger Mannschaftsälteste sah gegen den japanischen Penholderspieler kein Land. Kawaguchi machte von Beginn an Druck und blockte Reinhards Topspins hart zurück. Die Meisterschaftsfavoriten aus Weilheim holten den vierten Punkt. Kawaguchi machte gegen Horst Weigelt da weiter wo er gegen Brunner aufgehört hatte und Horst war im ersten Satz nur am Bälleaufsammeln. Im zweiten Satz stellte Horst sein Spiel um und kam mit seinen Aufschlägen und variablen Topspins immer häufiger zu Punkten. Ausserdem wurden Horsts Aufschlagreturns besser. Nun kam Kawaguchi nicht mehr ins Spiel und verzweifelte mehr und mehr. Nun stand's 4:3 für Weilheim.

Derendingen geht in Front

Brunner fegte mit Aufschlag-Topspinspiel Weber glatt in drei Sätzen vom Tisch. Nun stand's 4:4. Konterspieler Alisch und Andreas Nunner lieferten sich nun ein denkwürdiges Match. Manne Alisch jagte Nunni von links nach rechts und wieder zurück, doch Nunni fischte einen Ball nach dem anderen zurück, dennoch ging der erste Satz knapp an den Ältesten im Weilheimer Team. Nunni versuchte es dann in der Offensive, doch das ging nach hinten los und Alisch drückte mächtig dagegen. Im dritten Satz dann 10:8 und zwei Matchbälle für Alisch. Nunni gab aber nicht auf und machte erst die nächsten vier Punkte und lag im vierten Satz 10:1 in Front. Nun punktete Alisch sechs Mal in Folge doch es folgte der Entscheidungssatz. Hier ging's von Anfang bis Ende eng zu und Nunni gewann nach Abwehr eines weiteren Matchballs mit 13:11. Ähnlich spannend verlief die Partie zwischen Max Eggert und Gunther Schmidt. Beide Akteure schenken sich nichts und jagten sich die Topspins übers Netz. Nach zwei recht deutlichen Sätzen, wo jeder einen für sich entscheiden konnnte, wurde die Begegnung immer dramatischer und ließ aber im Niveau keineswegs nach. Am Ende hatte mit Gunther Schmidt ebenfalls ein Derendinger die Nase vorn. Ehe es in die zweite Runde ging stand es also 6:4 für die Gäste.

Der Meisterschaftsfavorit schlägt zurück

Achim Kraemer spielte erstmals gegen Materialspieler Hummel. Achim spielte recht sicher, aber eine Spur zu verhalten und setzte seine gefürchteten Schüsse zu wenig ein. Hummel holte den ersten Satz in der Verlängerung. Im zweiten Satz wurde Achim etwas offensiver und lag immer wieder in Führung. Mit Glück durch einige Netzroller konnte sich Hummel jedoch im Satz halten und auch Satz zwei in der Verlängerung gewinnen. Im dritten Hummel dann offensiver, während Achim doch der eine oder andere leichte Fehler unterlief, so kam es zum 5:6 Anschlusspunkt für den SV Weilheim. Die Berichte von Spielen Michael Römers ähneln sich: starker Beginn mit gut platzierten Bällen und sicheren Angriffsbällen und Gewinn des ersten Satzes. Dann schaltet Micha mindestens einen Gang zurück, macht leichte Fehler und baut seinen Gegner auf. So nun auch den Weilheimer Käptn Barunovic, der gerne zugriff und nach vier Sätzen zum 6:6 ausglich. Horst Weigelt und Weber haben eine ähnliche Spielanlage. Die Spieler nagelten sich meist auf der Rückhand fest, wo Horst doch einige leichte Fehler unterliefen, der aber mit seinem Aufschlag Vorteile hatte. Die Sätze eins und drei gingen an den Weilheimer, der Derendinger entschied den zweiten Satz knapp für sich. Im vierten Satz Horst beweglicher und sicherer aus der Rückhand und ein klarer Satzgewinn. Im Fünften erwischte Horst den besseren Start. Bei 5:3 für den Derendinger wurden die Seiten gewechselt, doch nun punktete der junge Weilheimer zum 7:5 vier Mal in Folge. Horst nahm seine Auszeit und machte anschließend die nächsten vier Punkte. 9:7 für den Gast. Nun Auszeit Weilheim, doch Weber machte nur noch einen Punkt und Horst brachte die Derendinger wieder 7:6 in Front.

Nun war das hintere Paarkreuz wieder dran. Gunther Schmidt hatte Manne Alisch zunächst gut im Griff und holte sich den ersten Satz. Alisch konnte in der Folge jedoch immer mehr sein Rollaufschlag-Konterspiel durchsetzen während Gunther kaum mehr zu seinem Spiel fand. Nach fünf Sätzen setzte sich Alisch durch und es stand 7:7. Andreas Nunner erwischte mit seiner Gummiwand-Taktik gegen Eggert den besseren Start und holte sich den ersten Satz knapp. Eggert schraubte dann aber sein Risiko runter, spielte überlegter und sicherer und gewann die folgenden drei Sätze recht sicher. Vorteil Weilheim und es kam zum Schlussdoppel.

Hummel/Barunovic zeigten sich besser eingespielt als im ersten Spiel, während bei den Derendingern kein Konzept zu erkennen war. Die wenig vorbereiteten Offensivbälle der Derendinger fanden nicht häufig genug ihr Ziel und die Weilheimer holten sich die ersten beiden Sätze. Im dritten Satz schlug plötzlich die Ball um Ball bei den Weilheimern ein, 11:4 für den TVD. War nun der Knoten bei den Derendingern geplatzt? Nein! Im vierten Satz lief bei den Derendingern gar nichts mehr, während die Weilheimer auch unmöglichste Bälle versenkten und den Sack zum 9:7 Erfolg für den Meisterschaftsfavoriten zu machten.

Weilheim damit sicher an der Tabellenspitze und die Zweite des TVD im Mittelfeld. Und es stellt sich die Frage wer den SV Weilheim 2 diese Saison schlagen soll, wenn diese sogar auf ihre nominell vier besten Spieler verzichten können und dennoch siegreich bleiben.