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Horst Weigelt überzeugte im Einzel

Die Derendinger traten mit Ihrer Stammbesetzung an, während auf Lustnauer Seite Drysch und Ilg den Dauerverletzten Lau und Koch ersetzten.

Schwache Derendinger Doppel

Horst Weigelt/Tobi Junginger erwischten gegen Peterson/Drysch den besseren Start und führten rasch 6:0. Plötzlich ging jedoch gar nichts mehr und die Gastgeber holten sich noch den ersten Satz in der Verlängerung und den Zweiten gar mit 11:2. Erst im dritten Satz kamen die Derendinger wieder besser in Fahrt doch die Lustnauer waren einen Tick sicherer und vor allem durch den Lustnauer Spitzenspieler Peterson gefährlicher. Micha Römer/Frank Spickernagel zeigten früher sehr gute Leistungen, aber diese Saison hakt's vorne und hinten. Erst nach zwei verlorenen Sätzen fanden die Gäste gegen Jülich/Wiesenhütter ins Spiel, doch im fünften Satz hatten die Lustnauer wieder die Nase vorne. Pflug/Brunner zeigten auch die bekannten Startschwierigkeiten und lagen mit 1:2 Sätzen zurück. Erst dann gewannen die Routiniers an Sicherheit und holten den ersten Punkt für den Tabellenzweiten aus Derendingen.

Frank Spickernagel punktete gegen Peterson häufig mit seinen Vorhand-Topspins, aber ihm unterliefen auch viele Fehler durch unkonzentrierte Bälle. In allen Sätzen hatte Frank den Sieg vor Augen, doch jedesmal konnte Peterson den Kopf aus der Schlinge ziehen und das Spiel 3:0 gewinnen. Micha Römer suchte vier Sätze lang nach einer Schwäche in Jülichs Spiel, doch immer wieder konnte sich Jülich einstellen und Micha in die Defensive drängen. Erst im fünften Satz bekam der Derendinger Mannschaftskäptn seinen Gegner in den Griff und schloss zum 2:3 auf.

Am mittleren Paarkreuz war Rudi Pflug von den sicheren Bällen seines bald 60 Jahre jüngeren Gegners Nagel überrascht, der zudem auch mit Ballonabwehrbällen Rudi schwer in Bedrängnis brachte. Rudi fehlte es insgesamt an Übersicht und Sicherheit, während Nagel vor allem sicher und hart über seine Rückhand zum Erfolg kam und die Partie in fünf Sätzen für sich entschied. Horst Weigelt war vom Material Wiesenhütters wenig beeindruckt, verteilte die Bälle und drängte Wiesenhütter mit Topspins immer wieder in die Defensive. Wiesenhütter hatte lediglich mit Aufschlägen und wenn er agressiv seine Noppen einsetzte erfolgreich. Insgesamt hatte Horst den Materialspieler sicher in drei Sätzen im Griff.

Tobi Junginger brauchte eine Weile um sich auf das Kraut- und Rübenspiel von Drysch einzustellen. Zu spät um den ersten Satz noch zu gewinnen. Im zweiten Satz dann Tobi vorne und mit Vor- und Rückhand agressiv, doch Drysch erfischte sich viele Bälle und blieb mit seinen Aufschlägen brandgefährlich. Wie schon häufig ließ sich Tobi noch das Spiel klauen und Lustnau hatte fünf Punkte auf dem Konto. Zuletzt trafen Ilg und Reinhard Brunner aufeinander. Hier war der Derendinger der konstantere Spieler, während Ilg doch recht unsicher und fahrig wirkte. So konnte der TVD den 4:5 Anschluss herstellen.

Zehn Sätze am vorderen Paarkreuz

Im Spitzeneinzel hatte Micha Römer seinen Gegner Dustin Peterson zunächst sicher im Griff. Gegen Michas variables Spiel fand der Lustnauer kein Rezept und der erste Satz ging 11:5 deutlich an den Derendinger. Im zweiten Satz spielte Peterson überraschend häufig Ballonabwehr, die Micha aber nicht ausnutzen konnte und Fehler auf Fehler machte. 1:1 Satzausgleich nach 11:4. Der dritte Satz verlief dann wie der Erste und nun Vorteile auf Derendinger Seite. Erst ab dem vierten Satz kamen die erwartet harten Topspins von Peterson aus Vor- und Rückhand, gegen die Micha kein Rezept fand und in fünf Sätzen unterlag. Wie im ersten Einzel agierte Frank Spickernagel gegen Jülich zunächst zu unkonzentriert und fehlerhaft. Erst nach zwei verlorenen Sätzen kam Frank sicherer und variabler ins Spiel und schien die Partie herumreißen zu können. Im fünften Satz spielte der Lustnauer härter und zwang Frank zu Fehlern, außerdem gelangen Jülich einige Big Points. Der TSV baute seine Führung also gar auf 7:4 aus, doch die Derendinger hofften noch auf ihr starkes mittleres und hinteres Paarkreuz.

Im ersten Satz wurde Horst Weigelt vom Lustnauer Nachwuchsspieler Nagel beinahe überrannt, der aus Vor- und Rückhand mächtig Druck machte und Horst doch zu wild und unüberlegt agierte. Im zweiten Satz übernahm dann aber  der Derendinger das Kommando, variierte sein Spiel und verteilte die Bälle. Erst im vierten Satz kam Nagel wieder besser ins Spiel und konnte vor allem mit seiner Rückhand punkten. Horst Weigelt spielte aber insgesamt zu sicher und holte seinen zweiten Einzelsieg.

Hoffnung auf das mittlere Paarkreuz

Am Nachbartisch war Rudi Pflug nach 11:5 im ersten Satz auch klar auf der Siegerstraße. In der Vorrunde ging der Derendinger Routinier auch als klarer Sieger vom Tisch. Wiesenhütter spielte recht tischnah mit seinen Noppen und provozierte bei Rudi vermeintlich leichte Fehler, so kam's rasch zum Satzausgleich. Der entscheidende Satz der Partie war wohl der dritte Satz. Rudi fast immer vorne doch am Ende hatte der Lustnauer mit 14:12 den Satz für sich entschieden. Den vierten Satz gewann noch einmal das Derendinger Urgestein, doch im fünfzehnten Satz des Abends fehlten Rudi etwas die Körner um den Satz noch zu gewinnen. Damit hatten die Lustnauer mit 8:5 bereits einen Punkt sicher.

Reinhard Brunner war gegen Drysch häufig eine Spur zu langsam und wurde von den variablen Aufschlägen überrascht. Nach zwei verlorenen Sätzen hatte Reinhard seinen Gegner im dritten Satz sicher im Griff und lag auch im vierten Satz mit 6:2 vorn. Im Rest des Satzes gelang Reinhard jedoch nur noch ein Punktgewinn und den Lustnauern ein verdienter und hart erkämpfter 9:5 Erfolg.